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  • Überraschend wurde heute ein neues Spiel angekündigt:
  • Paper Mario: The Origami King setzt die beliebte Aktion-Rollenspielsserie fort.
  • Vermutlich eines der Spiele das eigentlich wie üblich in einem großen Nintendo Direct angekündigt werden sollte, aber aufgrund der Quarantäne haben sich viele Termine verschoben bzw. sind wackelig und daher wurde der Direct laut Gerüchten abgesagt. Es ist daher wohl mit weiteren Spieleankündigungen "aus dem Nichts" zu rechnen.
  • Viel Neues gibt es auch im Mai nicht zu berichten. Da momentan kaum jemand in der Spieleindustrie es wagt Veröffentlichungstermine und Pläne für 2020 zu verkünden. Die Quarantäne macht es fast unmöglich exakt zu planen.
  • Nichtsdestotrotz gibt es heute zumindestens ein paar Zahlen zu berichten, da Nintendo einen Quartalsbericht veröffentlicht hat:
  • Wie bereits erwartet sind die Verkaufszahlen von Animal Crossing New Horizons phänomenal. In den ersten sechs Wochen wurden über 13 Millionen Exemplare verkauft. Damit liegt es auf einem der Spitzenplätze in der bisherigen Spielegeschichte, nur wenige Spiele wie GTA5 und Call of Duty haben mal mehr geschafft (aber das natürlich auf mehreren Platformen, nicht nur auf einer Konsole).
  • Zum Vergleich, das letzte Spiel der Animal Crossing-Reihe verkaufte sich insgesamt(!) bislang gut 10 Millionen mal und galt damit schon als sehr erfolgreich. Experten prognostizieren nun "Lebenszeit-Verkäufe" von New Horizons von mindestens 30 Millionen, da die AC-Spiele sowieso als langjährige Verkaufshits gelten. Damit würde New Horizons als eines der erfolgreichsten Spiele aller (bisherigen) Zeiten in die Geschichte eingehen und könnte als das erfolgreichsten Exklusivspiele für eine Konsole enden.
  • Die weiteren Zahlen bestätigen nur, was schon bekannt ist. Die Switch verkauft Unmengen an Spielen, fast jede Nintendo-Serie stellt auf der Switch Verkaufsrekorde auf und auch Spiele anderer Hersteller zeigen auf der Switch erstaunliche Verkaufszahlen. Die Switch hat, was die Software-Verkäufe anbelangt schon jetzt(!) die Gesamtspieleverkaufszahlen vieler Nintendo Handhelds und Konsolen (und der meisten anderen Konsolen) hinter sich gelassen, so liegen die Spieleverkaufszahlen schon über denen der letzten Generation (3DS und WiiU zusammengenommen).
  • So hat Pokémon Schwert und Schild schon die Verkaufszahlen fast sämtlicher Vorgänger überholt und das schon so kurz nach der Veröffentlichung gleiches gilt wie gesagt für fast alle anderen Nintendo-Spielereihen, z.B. auch die Zelda-Reihe mit The Legend of Zelda: Breath of the Wild.
  • Durch die Corona-Krise und die damit verbundenen Produktionsausfälle kann Nintendo nicht annähernd genug Switch-Konsolen herstellen um den Bedarf zu befriedigen, das führt dazu das Switch vielerorts nicht erhältlich ist, und von manchen Händlern zu völlig überhöhten Preisen verkauft wird. Auf Amazon kann man die Switch gerade zum "Schnäpchenpreis" von 500€ erwerben.
  • Noch eine paar Zahlen zu den Hardwareverkäufen: Die Switch hat sich insgesamt bis März 2020 knapp 57 Millionen mal verkauft, allein im letzten Finanzjahr (das im März endet) knapp 22 Mio mal, damit schlägt sie selbst das beste Jahr der auch recht erfolgreichen Playstation 4.
  • Analysten gehen nun davon aus, dass die Switch bei 100+ Millionen enden wird. Manche Schätzungen gehen sogar von 120+ Mio. aus, da die Switch bislang noch nicht mal eine Preiskürzung hatte bislang. Wenn die irgendwann käme, würden die Verkaufszahlen noch mal stark ansteigen. Damit würde die Switch mit Leichtigkeit den Thron der meistverkauften Konsole besetzen.
  • Da es momentan aufgrund der Quarantäne wenig Neues aus der Spielewelt zu berichten gibt, ist es ein guter Zeitpunkt über ein Thema zu sprechen, das die Spieleindustrie seit Jahren umtreibt.
  • Die teilweise sehr schlechten Arbeitsbedingungen in der Spielebranche sind seit Jahren ein wichtiges Thema, in vielen großen Spielstudios sind die Arbeitsbedingungen für Mitarbeiter katastrophal. Entwicklerstudios wie Rockstar Games (GTA), Bethesda (Skyrim, Fallout) oder das Sony Studio Naughty Dog (Uncharted, The Last of Us) gelten u.a. als die schlimmsten Beispiele der Industrie. Mitarbeiter werden ausgenutzt und teilweise monatelang zu Tag- und Nachtarbeit verpflichtet und bei Widerspruch werden nicht nur Entlassungen angedroht, sondern auch Psychoterror angewendet (nach dem Motto: wenn du weniger arbeitest müssen andere mehr arbeiten, wenn du nicht lieferst werden andere darunter leiden) um aufmüpfige Mitarbeiter verstummen zu lassen.
  • Die CEOs (Geschäftsführer) und Manager dieser Firmen bestreiten diesen sogenannten "Crunch" nicht mal, und behaupten sogar, dass wäre nötig um hochwertige Spiele zu erzeugen. Solche Aussagen von den "Bossen" sind blanker Unsinn, Mitarbeiter die überarbeitet sind und kaum noch ihre Familien sehen, werden keine Spitzenleistung vollbringen, sondern eher noch langsamer und schlechter arbeiten. Diese Aussagen zeigen aber die Einstellung die manche Verantwortliche in der Industrie haben, Arbeitnehmer gelten dort als austauschbares Produktionsvieh. Dabei ist Crunch nur ein Zeichen, dass das Management völlig versagt hat.
  • Crunch resultiert ausschließlich aus schlechter Planung von eben diesen Verantwortlichen, wenn mitten in der Produktion von The Last of Us 2 der kreative Prozess umgestellt wird, weil Testspieler irgendetwas bemängelt haben, zeigt das wie wenig Vertrauen die Verantwortlichen Manager und CEOs in die eigenen kreativen Prozesse und Fähigkeiten haben und sich nur auf Markstudien verlassen um "genehme" Produkte zu erstellen. Wenn dann noch größenwahnsinnige Manager beschliessen, das Spiel plötzlich 50% "größer" zu machen als ursprünglich geplant, wohlgemerkt nicht die Entwickler, sondern die Manager, aber trotzdem natürlich der Veröffentlichungstermin eingehalten werden soll, dann zeigt das deutlich wie getrieben und rücksichtlos das Management bei Naughty Dog, Rockstar Games, EA, Activison & Co. handelt. Hinzu kommt die Hire&Fire-Mentalität dieser Firmen, statt eine Riege von guten Mitarbeitern zu beschäftigen, werden diese nur Projektweise angeheuert.
  • Es gibt vielerorten Boykottaufrufe für Spiele von Rockstar und Naughty Dog, deren CEOs entblöden sich nicht solchen Boykottaufrufen mit dem "Argument" zu begegnen, dass es ja unfair wäre gegenüber den Mitarbeitern, da diese so lange an einem Spiel gearbeitet haben und dann würde es sich auch noch schlecht verkaufen. Es wird zwar immer Besserung in Aussicht gestellt, aber z.B. bei Naughty Dog waren die Arbeitsbedingungen für das neueste Last of Us-Spiel schlimmer als jemals zuvor.
  • Eine Sache die man Nintendo bis heute und hoffentlich auch zukünftig zugute halten kann ist der gute Umgang mit den Mitarbeitern. Legendär in der Industrie war der erhebliche Gehaltsverzicht des Nintendo-Managements in Zeiten wo die Verkäufe nicht so gut liefen (z.B. als die WiiU sich schlecht verkaufte) damit keine Mitarbeiter entlassen werden müssen und auch als Zeichen die eigene "Schuld" an schlechten Verkäufen anzuerkennen. Solche Aktionen von Nintendo rufen in der Spieleindustrie und auch vielen anderen Industrien jedesmal ungläubiges Staunen hervor, da es bei den meisten Spielefirmen anders herum läuft: In schlechten Zeiten werden Mitarbeiter entlassen und ihnen die Schuld zugeschoben und die CEOs bekommen Boni für die Entlassungen. Bei Nintendo wird der Veröffentlichungstermin von Spielen halt verschoben, wenn nötig, anstatt Mitarbeiter auf dem Zahnfleisch kriechen zu lassen, nur um einen Termin einzuhalten. Es gelten "unglaublicherweise" sogar normale Arbeitszeiten von acht Stunden täglich, klar wird es, wie überall, auch mal verlängerte Arbeitszeiten geben, aber das ist dann halt die Ausnahme, nicht die Regel wie bei Rockstar, Naughty Dog & Co.
  • Nintendo gilt als einer der besten Arbeitgeber der Industrie und viel Beschäftigte arbeiten dort schon jahre- oder gar jahrzehntelang. Es ist erklärtes Ziel von Nintendo Mitarbeiter im Betrieb zu halten, da erfahrene Mitarbeiter effizienter arbeiten, als wenn man ständig neue Leute projektweise anheuert.
  • Man sollte erwarten, angesichts des jahrzehntelangen Erfolges von Nintendo, dass andere Publisher und Spielestudios in der Branche ihren Umgang mit Arbeitnehmern überdenken, aber CEOs von Naughty Dog und Co. denken nicht in Jahrzehnten oder an das Wohlergehen der Mitarbeiter, sie denken an den nächsten Quartalsbericht an den nächsten Manager-Bonus. Was zum Beispiel momentan zu Folge hat, dass Naughty Dog nun selbst einen Großteil der wenigen fest Angestellten Mitarbeiter verliert.
  • Es wäre schön, wenn Spieler beim Spielekauf bedenken, dass The Last of Us 2, Red Dead Redemption oder GTA6 zwar wunderschön anzusehende Mainstream-Produkte sein mögen, aber das deren Entstehung unter rücksichtsloser Ausnutzung der Mitarbeiter entstanden ist, obwohl das nicht nötig wäre. Gute Verkäufe solcher Spiele zementieren nur diese Methoden und das unglaublich schlechte Management von Firmen wie Naughty Dog, Rockstar & Co.