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Technische Daten und Informationen zum Nintendo 3DS Handheld:





3DS Technik


1. Vorwort:

Mit dem 3DS versucht Nintendo offensichtlich den sehr erfolgreichen Weg der mit dem DS (Touchscreen, Doppelbildschirm) und der Wii begann (Bewegungssteuerung) fortzusetzen: Neue Technologien für ihre Spielesystem zu nutzen, statt nur immer leistungsfähigere Prozessorchips in die Geräte zu quetschen, wie die Konkurrenz es macht. Mit dem 3DS ist es erstmals möglich einen 3D Effekt ohne Brille zu erzielen.

2. Wie entsteht der 3D-Effekt?

Wohl jeder der den 3DS das erste Mal in den Händen hält zeigt sich vom 3D-Bildschirm überrascht, doch wie kommt dieser Effekt eigentlich zustande? Der 3DS bietet ein sogenanntes autosterokopisches Display, das bedeutet dass der Bildschirm zwei Bilder gleichzeitig in einem bestimmten Winkel austrahlt. Daher kann man den 3D-Effekt nur in einem begrenzten Sichtbereich wahrnehmen, für große Fernseher ist diese Technik daher unbrauchbar, für ein Handheld-System aber völlig ausreichend ist. Der Sichtwinkel ist beim 3DS so ausreichend groß, das kleine Kopfbewegungen für die räumliche Sicht kein Problem darstellen. Die Stärke des 3D-Effekts kann man per Schieberegler einstellen, und die optimale Position kann von Mensch zu Mensch unterschiedlich sein.

Nintendo warnt übrigens davor kleine Kinder unter 6 Jahren mit dem 3D-Effekt spielen zu lassen, daher kann der in den Einstellungen auch gesperrt werden. Der Grund: Bei Kleinkindern bildet sich das dreidimensionale sehen erst noch heraus, sie lernen noch, ihre Augen auf Gegenstände zu fokussieren. Bei dem 3DS müssen sich die Augen aber auf den tatsächlichen Abstand zum Bildschirm fokussieren, nicht auf den erwarteten Abstand zum 3D-Objekt. Daher könnten Kleinkinder eine falsche Fokussierung lernen wenn sie stundenlang auf einen 3D Bildschirm sehen. Es gibt allerdings noch keinerlei wissenschaftliche Erkenntnisse darüber ob der 3D-Bildschirm des 3DS oder im 3D-Kino wirklich negative Auswirkungen auf die kindliche Augenentwicklung haben kann.

3. Technische Daten:

Der obere Bildschirm zeigt die 3D-Darstellung und hat eine Diagonale von knapp 9cm bei einer Auflösung von 800x240 Bildpunkten, bei eingeschalteten 3D bedeutet das 400x240 Bildpunkten für jedes Auge. Der untere Bildschirm ist ein Touchscreen und bietet eine Diagonale von gut 7,5cm und eine Auflösung von 320x240 Bildpunkten. Das System ist gut 13,5 cm breit, 7,3 cm lang und ca. 2 cm hoch. Hat also in etwa das Format des Vorgängers. Der 3DS wiegt gut 220 Gramm.

4. Steuerung:

Der 3DS bietet viele Eingabemöglichkeiten. Erstens natürlich den Touchscreen und alle vom DS bekannten Knöpfe: Ein/Aus-Knopf, A/B/X/Y-Knöpfe, das Steuerkreuz, Start und Select sowieso links und rechts die beiden hinteren Schulterknöpfe. Dazu kommt nun noch eine Menü-Taste und einen Knopf um das W-Lan ein- und auszuschalten.

Die erste wichtige Neuerung ist das Slide Pad, das eine 360° Steuerung erlaubt sowie die neuen Bewegungs- und Lagesensoren. Auch das Mikrofon und die innere Kamera können zu Steuerungszwecken benutzt werden um beispielsweise die Position des Spielers vor dem Bildschirm zu erfassen. Außerdem gibt es einen Schiebeknopf um die Stärke des 3D-Effekts einzustellen, oder ihn ganz auszustellen.

5. Kamera / Fotos:

Der 3DS hat zwei Kamerobjektive an der Vorderseite. Mit diesen ist es möglich 3D-Bilder und 3D-Videos aufzunehmen, damit dürfte der 3DS die preiswerteste 3D-Kamera der Welt sein, kann allerdings nur Bilder mit einer Auflösung von 640x480 Bildpunkten aufnehmen. Außerdem gibt es auch eine normale Kamera an der Innenseite des Gerätes auch für Spiele genutzt werden kann.

6. Filme:

Der 3DS ist nicht nur zum Spielen geeignet. Es ist geplant das man auch Filme herunterladen kann. Allerdings gibt es hierfür noch keine konkrete Termine. Ein erster Ansatz hierfür ist der Video-Channel, der stetig neue kleine Filme bietet.

7. Spielemodule und Kompatibilität zum DS:

Der Kartenslot des 3DS akzeptiert Module mit einer Kapazität von 2GB und auch die alten DS-Karten. Alle DS-Spiele sind auf dem 3DS lauffähig.

8. Vernetzung / StreetPass:

Der 3DS bietet W-Lan nach dem WAP/WPA2-Standard. Außerdem können 3DS-Handhelds im "vorbeigehen" Kontakt aufnehmen um beispielsweise Spieledaten auszutauschen. Dieser sogenannte StreetPass-Modus wird von vielen Spielen genutzt. Natürlich kann man StreetPass auch ausschalten.

9. Vergleich mit anderen tragbaren Spielesystemen (Handhelds, Smartphones, Tablet-PCs. Preise mit Stand Oktober 2011):

Name
Preis
(Stand Oktober 2011)
Hauptprozessor (CPU)
Mhz
RAM
Grafikprozessor (GPU)
Auflösung
Akku (Dauer-
betrieb)
Bewegungs-
erkennung
Besonderheiten
Nintendo 3DS
ca. 160€
2 x ARM11
266 Mhz
64MB
PICA200
800x240 & 320x240
4-5hBeschleunigung
und Rotation
Dual Screen,
3D Screen,
Touchscreen,
3D Aussenkamera,
Innenkamera,
DS-Spiele
Sony PSP
ca. 160€
Mips32 R4000
333Mhz
32MB
GPU
480x272
4-6h---UMD Laufwerk
Nintendo DS
ca. 130€
ARM946E-S 67Mhz
ARM7TDMI 33Mhz
4MB
in CPU integriert
256x192x2
5-8h---Dual Screen,
Touchscreen,
Gameboy A.-Spiele
Sony Vita
ca. 250-300€
+ Speicherkarte (20-90€)
ARM Cortex A9
?Mhz
512MB
PowerVR SGX543MP4
960x544
3-4hBeschleunigung
und Rotation
3G (je nach Modell),
OLED Screen,
Touchscreen,
Aussen- und Innenkamera
iPhone 4
ca. 600-800€
ARM Cortex A8
800Mhz
512MB
PowerVR SGX535
960x640
4-5hBeschleunigung
und Rotation
Retina Display,
Touchscreen,
Aussen- und Innenkamera
iPhone 4S
ca. 900€
ARM Cortex A9
800Mhz
512MB
PowerVR SGX543MP2
960x640
4-5hBeschleunigung
und Rotation
Retina Display,
Touchscreen,
Aussen- und Innenkamera
Galaxy S i9000
ca. 300€
ARM Cortex A8
1Ghz
512MB
PowerVR SGX540
800x480
5-6hBeschleunigung
und Rotation
Super AMOLED,
Touchscreen,
Aussen- und Innenkamera
Galaxy S II i9100
ca. 450€
ARM Cortex A9
1.2Ghz
512MB
ARM Mali-400 MP
800x480
5-6hBeschleunigung
und Rotation
Super AMOLED+,
Touchscreen,
Aussen- und Innenkamera
iPad 2
ca. 480-800€
ARM Cortex A9
1Ghz
512MB
PowerVR SGX543MP2
1024x768
8-10hBeschleunigung
und Rotation
3G (je nach Modell),
Touchscreen,
Aussen- und Innenkamera
Galaxy Tab 10.1
ca. 600€
Nvidia Tegra 2
1Ghz
1024MB
ULP GeForce
1280x800
8-10hBeschleunigung
und Rotation
3G,
Touchscreen,
Aussen- und Innenkamera

Wie immer bei solchen Technikvergleichen sagen die nackten Daten wenig über die tatsächliche Leistungsfähigkeit eines Systems aus, da diese noch durch sehr viel mehr Faktoren bestimmt wird als die MHZ-Zahl.

Bei Sonys Vita und den Smartphones verkürzt sich die Akkulaufzeit erheblich wenn 3G aktiviert ist. Der 3DS wird mit einer 2GB-SD-Karte ausgeliefert die man bei Bedarf gegen eine handelsübliche SD-Karte (z.B. 16GB = ca. 15€) austauschen kann um z.B. mehr Downloadspiele, Spielspeicherstände oder Musik "mitzunehmen". Für die Vita muss man zwingend eine Speicherkarte kaufen, doch hier kommen nur spezielle und sehr teure (16GB = ca. 50€) Vita-Karten in Frage.

Nintendo setzt beim 3DS mal wieder auf eine relativ exotische Technik deren Grenzen noch ausgelotet werden müssen und dazu auf eine beeindruckende 3D-Technologie. Der PSP-Nachfolger von Sony, genannt "Vita", besteht aus Handy-Standard-Komponenten und wird bei uns erst 2012 erscheinen. Die Smartphone und Tablet-Geräte sind aufgrund der beschränkten Steuerungsmöglichkeiten fast nur für kleine Pausenfüllerspiele geeignet.

 
 
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